Allianz der Freien Künste begrüßt Entschließung des Bundesrates und fordert Nachbesserung bei der geplanten Ausgestaltung des Konjunkturpakets

Allianz der Freien KuensteBerlin, 08.06.2020 | Die 18 in der Allianz der Freien Künste zusammengeschlossenen Bundesverbände begrüßen die am Freitag, 05.06.2020, gefasste Entschließung des Bundesrates zur „Sicherung von Selbstständigen und Freiberuflern – Hilfen für die Kultur- und Kreativwirtschaft nachhaltig ausgestalten“.

Diese Entschließung ist ein deutliches Signal der Länder an die Bundesregierung, bei der Ausgestaltung des geplanten Konjunkturpakets angemessen auf die Arbeits- und Lebensrealität der soloselbstständigen freischaffenden Künstler*innen und Kunstschaffenden in Deutschland einzugehen.

Es gibt weiterhin dringenden Handlungsbedarf:

Erfreulicherweise hat die Politik erkannt, dass die Kunst- und Kulturszene von den Maßnahmen zur Eindämmung der Corona-Pandemie besonders heftig betroffen ist und hat für die Unterstützung dieses Bereichs eine Milliarde Euro bereitgestellt. Dieser geplante Kulturinfrastrukturfonds ist ein dringend notwendiger Schritt, um die Strukturen innerhalb des Kulturbereichs abzusichern und sie durch die Krise zu bringen.

Allerdings muss eine echte Unterstützung von Kunst und Kultur in Kombination mit individuellen Hilfen für Künstler*innen und Kulturschaffende gewährleistet werden, damit die Strukturförderung nicht ins Leere läuft. 

Grundsicherung ist keine Lösung

Freie Künstler*innen und Kunstschaffende, die bis zum Lockdown von ihrer Kunst leben konnten und durch das staatlich verhängte Berufsverbot seit März keine Einnahmen mehr haben, werden weiterhin in die Grundsicherung geschickt. Dies erschwert unternehmerisches Handeln und verhindert gerade in der Krise unverzichtbare Investitionen für freie Kunstschaffende unnötig. Viele von ihnen sind aufgrund bestehender Regularien beispielsweise bezüglich Bedarfsgemeinschaften ohnehin von der Grundsicherung ausgeschlossen.

Künstlerinnen und Künstler nehmen einen immanent wichtigen gesellschaftlichen Auftrag wahr. Umso erschreckender ist, dass diese Berufsgruppe in einer solchen Krisenzeit erneut durchs Raster fällt. Während in verschiedenen Berufsbereichen eine angemessene Form der Krisenhilfe installiert wurde, werden Künstler*innen und Kunstschaffende im Stich gelassen. Dabei zeigt der Blick ins europäische Ausland, dass passende Lösungen durchaus möglich sind.

Die Allianz der Freien Künste unterstützt die Entschließung des Bundesrats und fordert die Bundesregierung erneut mit Nachdruck auf, den Leistungen der Akteur*innen der Freien Szene Rechnung zu tragen und bei den Coronahilfen persönliche Lebenshaltungskosten als betrieblich relevante Ausgaben anzuerkennen bzw. Zuschüsse zur Abfederung von Einnahmeverlusten zu leisten!

Es wird höchste Zeit für eine Kultur- und Sozialpolitik, die Künstler*innen und Kunstschaffenden der Freien Szene passende Hilfe in der Krise bietet und ihnen eine Fortsetzung ihres Schaffens ermöglicht!

ALLIANZ DER FREIEN KÜNSTE
Kunstquartier Bethanien
Mariannenplatz 2, 10997 Berlin

Sprecher: Stephan Behrmann
Tel.: 0177 / 733 99 28

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Baden-Württemberg geht mit gutem Beispiel voran

Allianz der Freien KuensteBerlin, 09.04.2020 | Baden-Württemberg sorgt bei der Corona-Soforthilfe für eine faire Regelung für Solo-Selbstständige, Freiberufler*innen und kleine Unternehmen. Das schafft Sicherheit für viele freie Künstler*innen und Unternehmen der Kulturwirtschaft. Die18 in der Allianz der Freien Künste vertretenen Verbände finden: Das ist ein gutes Beispiel!

Solo-Selbstständige, Freiberufler*innen und für die in kleinen Unternehmen tätigen Inhaber von Einzelunternehmen und Personengesellschaften können in Baden-Württemberg bei einem durch Corona bedingten Liquiditäts-Engpass auch Lebensunterhaltskosten bis zu einer maximalen Höhe von 1.180 Euro pro Monat aus der Soforthilfe des Bundes bestreiten.

Es handelt sich um einen Pauschalbetrag, der private Miet- und Lebenshaltungskostenkosten abdeckt – zusätzlich zu fortlaufenden Betriebskosten. Dieses Beispiel soll­te nun bundesweit Schule machen!

Die Allianz der Freien Künste fordert die Landesregierungen der anderen Bundesländer auf, sich am Beispiel Baden-Württembergs zu orientieren.

Siehe: https://wm.baden-wuerttemberg.de/de/service/foerderprogramme-und-aufrufe/liste-foerderprogramme/soforthilfe-corona/

Der Allianz der Freien Künste gehören an: 
Aktion Tanz – Bundesverband Tanz in Bildung und Gesellschaft, der Bund der Szenografen, der Bundesverband Bildender Künstlerinnen und Künstler, der Bundesverband Freie Dar­stellende Künste, der Bundesverband Theater im Öffent­li­­­chen Raum, der Bundesverband Zeitgenössischer Zirkus, der Dachverband Tanz Deutschland, der Deutsche Tonkünstlerverband, die Deutsche Gesellschaft für Elektro­akus­tische Musik, die Deutsche Jazzunion, der Deutsche Kompo­nis­tenverband, der Deutsche Textdichter-Verband, die Ge­sel­lschaft für Neue Musik, die Hans-Flesch-Gesellschaft, der Verband der HörspielRegie, FREO – Freie Ensembles und Orchester in Deutschland, der Ver­band Deut­scher Pup­pen­theater sowie die Vereinigung Alte Mu­sik.

ALLIANZ DER FREIEN KÜNSTE
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Sprecher: Stephan Behrmann
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Allianz der Freien Künste fordert dringende Korrekturen bei der Coronahilfe von Bund und Ländern

Allianz der Freien KuensteDie 18 in der Allianz der Freien Künste zusammengeschlossenen Bundesverbände fordern eine sofortige Öffnung der Corona-Soforthilfe von Bund und Ländern für Lebenshaltungskosten.

Berlin, 07.04.2020 | Die Allianz der Freien Künste begrüßt, dass Bund und Länder sehr schnell ein umfangreiches Maßnahmenpaket zur Corona-Soforthilfe auf den Weg gebracht und entsprechende Finanzmittel zur Verfügung gestellt haben.

Die Mitgliedsverbände melden jedoch übereinstimmend, dass die Soforthilfe des Bundes bei den zahlreichen Freiberufler*innen, Solo-Selbständigen und kleinen Unternehmen nur sehr eingeschränkt greift. Das liegt zum einen an fehlenden Bundesvorgaben zur Anerkennung anteiliger Lebenskosten als betriebliche bzw. erwerbsmäßige Kosten sowie zum anderen auch daran, dass die Länder Verwaltungsspielräume eher zum Nachteil der freischaffenden Künstlerinnen und Künstler auslegen.

Zwar werden bei Soforthilfen laufende Betriebskosten wie z. B. Mieten für Ateliers, Arbeits- und Probenräume anerkannt. Persönliche Lebenshaltungskosten, die insbesondere bei freiberuflichen und solo-selbstständigen Kunstschaffenden im Wesentlichen auch unternehmerische Kosten sind, werden in den meisten Bundesländern jedoch kategorisch ausgeschlossen. Freiberufliche tätige Kunstschaffende werden auf diese Weise systematisch in die Grundsicherung gedrängt, obwohl es die zur Verfügung stehenden Mittel und die Vorgaben des Bundes zulassen, Freiberufler*innen,
Solo-Selbstständige und kleine Unternehmen entsprechend abzusichern.

Darüber hinaus herrscht derzeit große Unsicherheit, wie die Soforthilfe des Bundes und andere Hilfs-Maßnahmen miteinander kombinierbar sind.

Die Allianz der Freien Künste wendet sich eindringlich an die Bundesregierung, mit der Forderung, den Fortbestand der Freiberufler*innen, Solo-Selbständigen sowie der kleinen Unternehmen zu sichern und die Hilfsmaßnahmen auf die konkrete Lebens- und Arbeitsrealität auszurichten.

Der Allianz der Freien Künste gehören an:
Aktion Tanz – Bundesverband Tanz in Bildung und Gesellschaft, der Bund der Szenografen, der Bundesverband Bildender Künstlerinnen und Künstler, der Bundesverband Freie Darstellende Künste, der
Bundesverband Theater im Öffentlichen Raum, der Bundesverband Zeitgenössischer Zirkus, der Dachverband Tanz Deutschland, der Deutsche Tonkünstlerverband, die Deutsche Gesellschaft für Elektroakustische Musik, die Deutsche Jazzunion, der Deutsche Komponistenverband, der Deutsche Textdichter-Verband, die Gesellschaft für Neue Musik, die Hans-Flesch-Gesellschaft, der Verband der HörspielRegie, FREO – Freie Ensembles und Orchester in Deutschland, der Verband Deutscher Puppentheater sowie die Vereinigung Alte Musik.

ALLIANZ DER FREIEN KÜNSTE
Kunstquartier Bethanien
Mariannenplatz 2, 1099

Sprecher: Stephan Behrmann
Tel.: 0177 / 733 99 28

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Allianz der Freien Künste fordert Absenkung der Zugangshürden zur Grundrente

Allianz der Freien KuensteDie 18 in der Allianz der Freien Künste zusammengeschlossenen Bundesverbände weisen auf dringenden Korrekturbedarf beim vorliegenden Gesetzentwurf zur Grundrente hin.

Berlin, 18.02., (aktualisiert am 26.02.2020) | Das Kabinett hat die Einführung einer Grundrente beschlossen und in Kürze wird der Gesetzentwurf im Deutschen Bundestag beraten. Die Allianz der Freien Künste begrüßt das Bemühen der Bundesregierung, die Altersabsicherung für langjährig Versicherte mit unterdurchschnittlichem Einkommen grundlegend zu verbessern und die Lebensleistung von Erwerbstätigen, die in ihrer Erwerbsbiographie viele Jahre in die gesetzliche Rentenversicherung eingezahlt haben, stärker anzuerkennen.

Im Namen der 18 in ihr vertretenen Bundesverbände weist die Allianz der Freien Künste jedoch mit Nachdruck darauf hin, dass die derzeit vorgesehene Ausgestaltung des Gesetzes dazu führt, dass tausende professionelle Kunstschaffende durch das Raster der Kriterien fallen, auch wenn sie über die entsprechenden Beitragsjahre verfügen.

Die aktuelle Statistik der Künstlersozialkasse (KSK) weist eine Gruppe von knapp 20.000 Künstler*innen aus, die durch die geplanten Kriterien vom Anspruch auf Grundrente ausgeschlossen sein werden, obwohl sie eine entsprechende Lebensleistung von mindestens 33 Beitragsjahren vorweisen können.

Der zur Diskussion stehende Gesetzentwurf sieht vor, dass Beitragsjahre bei der Grundrente nur dann angerechnet werden, wenn die Versicherten jeweils mindestens 30 Prozent des von der Deutschen Rentenversicherung aktuell mit 37.873 Euro jährlichen Durchschnittsverdienstes aller Berufsgruppen in Deutschland erzielt haben. Tausende Künstler*innen werden das als Zugangsbedingung zur Grundrente definierte Mindesteinkommen von 11.361 Euro pro Jahr nicht erreichen.

Die Lebensleistung vieler Kunstschaffender mit für diesen Bereich typischen Erwerbsbiographien wird durch den vorliegenden Gesetzentwurf prinzipiell in Frage gestellt. Anhand der KSK-Daten wird deutlich, dass zudem überproportional viele Frauen benachteiligt werden, obwohl im Gesetzentwurf explizit formuliert ist, dass gerade deren Biographien berücksichtigt werden sollen.

Der Bundesverband Bildender Künstlerinnen und Künstler (BBK) weist als Mitglied der Allianz der Freien Künste in einem gemeinsam mit anderen Verbänden veröffentlichten und von 16.000 Menschen unterzeichneten Appell auf die gravierenden Auswirkungen des jetzigen Gesetzentwurfes für viele Künstler*innen unter anderem in den Bereichen der bildenden und darstellenden Künste sowie der Musik hin. Sie fordern darin die Bundesregierung, die Abgeordneten des Deutschen Bundestages sowie den Bundesrat auf, das im Gesetzentwurf definierte Mindesteinkommen deutlich abzusenken und sich an den entsprechenden Regelungen im Künstlersozialversicherungsgesetz (KSVG) zu orientieren.

Die Allianz der Freien Künste schließt sich diesem Appell im Grundsatz an und fordert mit Blick auf die besondere Schutzwürdigkeit und in Anerkennung der wichtigen gesellschaftlichen Funktion der Künstler*innen eine drastische Absenkung der Zugangshürden zur Grundrente.

Darüber hinaus fordert die Allianz der Freien Künste, die Untergrenze für den Zugang zur Grundrente mindestens am gesetzlich definierten Existenzminimum auszurichten, um tausende Künstler*innen vor Altersarmut zu bewahren.

Der Allianz gehören aktuell an:
Aktion Tanz – Bundesverband Tanz in Bildung und Gesellschaft,
der Bund der Szenografen,
der Bundesverband der Bildenden Künstlerinnen und Künstler,
der Bundesverband Freie Darstellende Künste,
der Bundesverband Theater im Öffentlichen Raum,
der Bundesverband Zeitgenössischer Zirkus,
der Dachverband Tanz Deutschland,
der Deutsche Tonkünstlerverband,
die Deutsche Gesellschaft für Elektroakustische Musik,
die Deutsche Jazzunion,
der Deutsche Komponistenverband,
der Deutsche Textdichter-Verband,
die Gesellschaft für Neue Musik,
die Hans-Flesch-Gesellschaft,
der Verband der HörspielRegie,
FREO – Freie Ensembles und Orchester in Deutschland,
der Verband Deutscher Puppentheater sowie
die Vereinigung Alte Musik.

Kontakt:
ALLIANZ DER FREIEN KÜNSTE
Kunstquartier Bethanien
Mariannenplatz 2
10997 Berlin

Sprecher: Stephan Behrmann
Tel.: 0177 / 733 99 28

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Presseerklärung, 25.04.2018

Runder Tisch Freie Künste

Kulturpolitische VertreterInnen des Bundestags laden Allianz der Freien Künste (AFK) zur
intensiven Zusammenarbeit ein

Link zur Pressereklärung als → Pdf
Link zum → Positionspapier der Allianz der Freien Künste vom 19 April 2018

Die kulturpolitischen Sprecherinnen und Sprecher der Bundestagsfraktionen haben im Rahmen einer Diskussionsveranstaltung im Radialsystem in Berlin am Dienstag über Forderungen der Allianz der Freien Künste (AFK) diskutiert. Auf dem Podium debattierten Elisabeth Motschmann (CDU/CSU), Helge Lindh (SPD), Erhard Grundl (BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN), Simone Barrientos (DIE LINKE) und Hartmut Ebbing (FDP) über den Forderungskatalog, den die 15 in der AFK zusammengeschlossenen Bundesverbände der freien und privatrechtlich organisierten Kunst- und Kulturschaffenden an die Bundespolitik richten.

Elisabeth Motschmann, kultur- und medienpolitische Sprecherin der CDU/CSU-Fraktion, zeigte sich an neuen Ansätzen interessiert: »Die Förderinstrumente sind nicht mehr zeitgemäß. Sie kommen aus einer Zeit, als die freie Szene noch ganz anders aussah. Da müssen wir neu justieren.« Motschmann versicherte, die Forderungen der Allianz der Freien Künste in die Bundesregierung weiterzutragen.

Erfrischend war, dass grundlegende Fragen offen angesprochen wurden: Wie wird mit hybriden Erwerbsformen umgegangen? Wie geht man mit künstlerischer Arbeit im Alter um. Helge Lindh (SPD): »Wir verkennen soziale Realitäten, es gibt keinen vernünftigen Grund, weshalb man im künstlerischen wie auch außerhalb nicht auch Ältere besser unterstützen sollte.« Klar wurde: »Das ist eine Aufgabe von Sozialpolitik, und Kulturpolitik muss das einfordern!« Elisabeth Motschmann (CDU/CSU).

Immer wieder wurde die im Koalitionsvertrag der CDU und SPD genannte besondere soziale Schutzwürdigkeit der Künstler*innen abgewogen gegen allgemeine Lösungen in diesem Bereich. So trat Simone Barrientos (DIE LINKE) einerseits vehement dafür ein, Kultur als Staatsziel im Grundgesetz zu verankern, andererseits verwies sie auf einen aktuellen Antrag ihrer Partei zum Umgang mit den 4,2 Millionen Solo-Selbständigen in Deutschland, der Lösungen auch für Künstler*innen bringen würde.

Die Überraschung der Diskussionsveranstaltung war aber die Forderung von Hartmut Ebbing (FDP) nach einer wirklichen Erweiterung der Künstlersozialkasse zu Gunsten der Künstler*innen. »Es mag sein, dass die FDP in der Vergangenheit anders gedacht hat«, so Ebbing zu seinem Vorschlag.

Diese Diskussionsveranstaltung war angelegt als ein erstes Kennenlernen der Kulturpolitischen Sprecher*innen auf der Bundesebene und der mitllerweile 15 Verbände umfassenden Allianz der Freien Künste – denn die neue Legislaturperiode steht am Anfang und in vielen Feldern besteht dringender Handlungsbedarf. »Sagen Sie uns, was Sie von uns brauchen!«, forderte Christophe Knoch, Moderator der Diskussion und Mitinitiator des Zusammenschlusses, die Politiker*innen auf. »Wir brauchen eine Art runden Tisch. Erklären wir uns gegenseitig die Welt, und es wird sich was verändern.«, war ein wesentliches Fazit von Helge Lindh (SPD). Sein Kollege Erhard Grundl (BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN) ging in seinen Vorschlägen noch einen Schritt weiter: »Wir sollten im Kulturausschuss eine Anhörung mit den Freien Künsten machen und dann eine parlamentarische
Initiative entwickeln.«

»Dass auf dem Podium ein weitreichender, parteiübergreifender Konsens darüber herrschte, dass die Förderung der Freien eine massive Aufstockung braucht, um die Benachteiligung gegenüber der institutionellen Kunst abzubauen – das ist ein neue Qualität im politischen Umgang mit der Freien Szene. Wichtig ist aber nicht nur die Aufstockung der Fördertöpfe. Es braucht auch neue Wege im Zusammenspiel von Bund, Ländern und Kommunen. Wichtig ist auch, das die Förderung mit der konkreten Arbeitspraxis in den freien Künsten korrespondiert.«, so das Fazit von Stephan Behrmann, Sprecher der Allianz der Freien Künste.

»Wir brauchen darüber hinaus ein neues, erweitertes Verständnis für Kulturpolitik, denn gerade auf
Bundesebene ist Kulturpolitik vor allem auch Sozialpolitik«, so Lena Krause, Sprecherin der Allianz der Freien Künste. »Die drängenden Problemfelder im Bereich der sozialen Arbeitsbedingungen für solo-selbstständige Künstlerinnen und Künstler müssen auch auf die Agenda des Bundeskulturausschuss und von dort an die politischen Verantwortlichen in den Bereichen Arbeit und Soziales herangetragen werden. Diesen Prozess möchten wir mit der Allianz der Freien Künste unterstützen, die Gesprächsbereitschaft der Parteien ist eine wichtige Grundlage dafür«, so die Einschätzung von Krause.

Ansprechpartner*innen:
Lena Krause (FREO), Tel.: 0176 – 6409 28 43, Sprecherin der Allianz der Freien Künste Stephan Behrmann (BFDK), Tel.: 0177 – 733 99 28, Sprecher der Allianz der Freien Künste

Freie Künste/Freie Szene: Die Gesamtheit aller professionellen freien Kunst- und Kulturschaffenden, Künstler*innen, Ensembles, Einrichtungen und Strukturen in freier Trägerschaft aus den Bereichen bildende Kunst, Tanz, Schauspiel, Performance, Neue Medien, Musik von Alter Musik über Jazz, Echtzeitmusik und Klangkunst bis neuer Musik, Musiktheater, Kinder- und Jugendtheater, Literatur sowie aller spartenübergreifenden und transdisziplinären künstlerischen Arbeiten.

Die Allianz der Freien Künste spricht für den gesamten Bereich der Freien Künste. In einem ersten
Schritt haben sich 2017 die sieben erstunterzeichnenden Verbände zusammengefunden. Zahlreiche
Verbände sind hinzugekommen. Die Allianz der Freien Künste ist offen für weitere auf der Bundesebene angesiedelte Verbände.
In der Allianz der Freien Künste sind folgende Interessenvertretungen Mitglied: Bundesverband Freie Darstelende Künste, Union Deutscher Jazzmusiker, Verein für Freie Ensembles und Orchester
in Deutschland, Bund der Szenografen, Bundesverband Theater im öffentlichen Raum, Verband Deutscher Puppentheater, Vereinigung Alte Musik, Bundesverband Tanz in Schulen, Dachverband Tanz Deutschland, Hans-Flesch-Gesellschaft – Forum für akustische Kunst, Verband der HörspielRegie, Deutsche Gesellschaft für Elektroakustische Musik, Deutscher Komponistenverband, Deutscher Textdichter-Verband, Gesellschaft für Neue Musik.

Allianz der Freien Künste
Kunstquartier Bethanien
Mariannenplatz 2
10997 Berlin
www.allianz-der-freien-kuenste.de


Podiumsgäste
Bündnis 90/DIE GRÜNEN: Erhard Grundl (MdB)
CDU/CSU: zugesagt, noch ohne Namen
DIE LINKE: Simone Barrientos – DIE LINKE (MdB)
FDP: Hartmut Ebbing (MdB)
SPD: Helge Lindh
Moderation: Christophe Knoch

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Die Freien Künste – was zu tun ist!
Ein öffentliches Podium

Die Bundesinitiative für die Freien Künste, die Allianz der Freien Künste veranstaltet eine Diskussion mit den Bundeskulturpolitischen Sprecher*Innen von CDU/CSU, SPD, DIE LINKE, BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN und FDP:

Dienstag, 24. April 2018 20 Uhr
Ort: Radialsystem V
Eintritt frei.

Nach der langwierigen Regierungsbildung nimmt die kulturpolitische Arbeit in der neuen Legislaturperiode nun endlich Fahrt auf: Die Ausschüsse sind besetzt, der Koalitionsvertrag definiert erste kulturpolitische Schwerpunkte und die Opposition nimmt thematische Leerstellen in den Blick, die sich im Koalitionsvertrag zeigen. Aus Sicht der Freien Szene stellen sich viele brennende Fragen: Wie soll es weiter gehen in den kommenden 4, 10 oder 15 Jahren? Wie sehen die kulturpolitischen Visionen der Parteien aus und wie lässt sich – gelegentlich auch parteiübergreifend – ein neues Bewusstsein für die Bedarfe der Freien Künste erreichen? Wie lassen sich schnell die wichtigsten Weichen stellen für grundlegende Verbesserungen der sozialen Rahmenbedingungen?
Diese und andere, aktuelle und visionäre Fragen diskutiert die ALLIANZ der Freien Szene mit den Kulturpolitischen Sprecher*innen von CDU/CSU, SPD, DIE LINKE, BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN und FDP. Es handelt sich um eine der ersten öffentlichen Diskussionen der Fachpolitiker*innen zu Fragen der Bundeskulturpolitik und zur Freien Szene nach der Regierungsbildung.

Hintergrund: Dem Beispiel der Berliner Koalition der Freien Szene folgend, hat sich Ende 2016 auf der Bundesebene eine spartenübergreifende Allianz von Interessenvertretungen gegründet – die ALLIANZ DER FREIEN KÜNSTE. In einem Positionspapier, das im Sommer 2017 erschienen ist, setzt sich das offene Bündnis dezidiert mit der Lage der freien Künste in Deutschland auseinander und leitet daraus 11 Kernforderungen ab und definiuert auf der Bundesebene WAS ZU TUN IST. Den sieben Gründungsverbänden haben sich mittlerweile weitere acht weitere Verbände angeschlossen.

Frei. Kreativ. Und mehr als ihr denkt.

Wir sind die Allianz der Freien Künste.
Ein Gastbeitrag von Johannes Weiss, Musiker

Die sozialen und wirtschaftlichen Rahmenbedingungen werden weder dem bedeutenden gesellschaftlichen Beitrag noch der Arbeitspraxis der freiberuflichen Künstler*innen gerecht. Darum hat sich die Allianz der Freien Künste als Bündnis verschiedener Interessenvertretungen zusammengefunden. Wir wollen gemeinsame übergeordnete Forderungen aus den eigenen Reihen bündeln und sie in den kulturpolitischen Diskurs einbringen, um die Arbeits- und Lebensbedingungen in diesem kreativen Berufsfeld ebenso grundlegend wie nachhaltig zu verbessern.

Link → zum Text von Johannes Weiss

backstage pro:
Kunst- und Kulturschaffende sprechen mit einer Stimme

Neugegründete „Allianz der Freien Künste“ geht mit Positionspapier in die Offensive:

In Berlin hat sich aus den Bundesverbänden der Kunst- und Kulturschaffenden die Allianz der Freien Künste formiert. In ihrer Funktion als Stimme und Plattform für die Freien Künste stellte sie am 27.6.2017 ihr Positionspapier mit Forderungen zur Verbesserung der Rahmenbedingungen künstlerischer Produktion in Deutschland vor.

Link → zum Artikel

Jazz Zeitung:
Allianz der Freien Künste stellt acht Kernforderungen an Politik

Bundesverbände der Kunst- und Kulturschaffenden formieren Allianz der Freien Künste

In einer Pressekonferenz am 27.06.2017 hat die Allianz der Freien Künste als Stimme und Plattform für die Freien Künste auf Bundesebene ein Positionspapier mit acht Kernforderungen zur Verbesserung der Rahmenbedingungen freier künstlerischer Produktion in Deutschland vorgestellt. Gründungsmitglieder der Allianz der Freien Künste sind neben der Union Deutscher Jazzmusiker weitere Bundesverbände überwiegend privatrechtlich organisierter Kunst- und Kulturschaffender anderer künstlerischer Sparten wie u.a. der Bundesverband Freie Darstellende Künste, der Bund der Szenografen und die Vereinigung Alte Musik. Mit ihren Forderungen richtet sich die Allianz der Freien Künste in erster Linie an die Bundeskulturpolitik.
Link → zum Artikel

Verband Deutscher Puppentheater:
Allianz der Freien Künste

Pressekonferenz am 27.06. um 10:30 Uhr im Radialsystem, Berlin

Am gestrigen Dienstag fand die erste Pressekonferenz der Allianz der Freien Künste statt, in der das Positionspapier „Die Freien Künste – Was zu tun ist!“ mit 8 Kernforderungen vorgestellt wurde.

Die Allianz der Freien Künste (AFK) ist ein neues, offenes, spartenübergreifendes Bündnis von Bundesverbänden und Interessenvertretungen der privatrechtlich organisierten Kunst- und Kulturschaffenden in Deutschland. Der Verband Deutscher Puppentheater ist Mitglied der AFK.
Link → zum Artikel

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